Tarife immer bei mehreren Portalen abfragen!

Stromvergleich: 18 wirklich wichtige Tipps!

Mit den hier aufgelisteten Tipps können Sie beim Wechsel Ihres Stromanbieters sehr viel Geld sparen. Wenn Ihnen das Lesen der umfangreichen Tipps zum Stromvergleich zu lange dauert, können Sie jedoch auch sofort mit einem Vergleich bei mehreren Vergleichsportalen beginnen: Einfach oben in der Navigation nacheinander die Portale anklicken (ja, da wo die roten Pfeile hindeuten) und vergleichen. Hier sind die wichtigsten Tipps für alle, die sich umfassender informieren möchten.

Übersicht

Nutzen Sie mehrere Tarifrechner für Ihren Stromvergleich

Der wichtigste Tipp zum Stromvergleich: Vergleichen Sie mit Hilfe mehrerer Tarifrechner, denn kein Tarifrechner hat alle Angebotsdaten zum Stromvergleich parat. Klicken Sie oben in der Navigation nacheinander auf die verschiedenen Vergleichsportale. Nur so können Sie wirklich intelligent sparen beim Wechsel des Stromtarifs.

Stellen Sie vor dem Vergleich Ihren Stromverbrauch fest

Welches für Sie der günstigste Tarif ist, hängt von Ihrem Gesamtstromverbrauch ab. Das liegt daran, dass einige Anbieter einen hohen Grundpreis haben und dafür einen günstigeren Preis pro Kilowattstunde Strom bieten. Bei anderen Anbietern ist es genau umgekehrt. Daher hängt die Wahl des günstigsten Stromanbieters und das Ergebnis Ihres Stromvergleichs von Ihrem Verbrauch ab.

Falls Sie keine Daten zur Hand haben, können Sie mit folgenden Richtwerten starten (KWh ohne/KWh mit Warmwasseraufbereitung):

  • Single: 1800/2800 KWh
  • Paar: 2900/3800 KWh
  • Drei Personen: 3700/5100 KWh
  • Vier Personen: 4500/6200 KWh

Vorsicht, wenn Stromanbieter Vorkasse oder Kaution verlangen

Es gibt besonders günstige Verträge beim Stromvergleich, die eine Vorabzahlung vom Kunden verlangen. Ähnliches gilt für Kautionen, die zu Vertragsbeginn fällig werden. Auch wenn sich hier bei langer Laufzeit viel sparen lässt: Es gibt bei diesen Verträgen immer das Risiko, dass der Anbieter insolvent, nicht mehr geliefert wird und der Kunde seine Vorauszahlung verliert.

Achtung bei Bonuszahlungen durch den neuen Stromanbieter

Verträge, die dem Neukunden einen Bonus (Geld, Gratis-Kilowattstunden) für das erste Vertragsjahr gewähren sind mit Vorsicht zu genießen. Denn der Stromvergleich mit anderen Verträgen wird für die Folgejahre weniger transparent. Eine Faustregel: Nutzen Sie Verträge mit Bonuszahlungen nur, wenn Sie jedes Jahr aufs Neue bereit sind sich mit einem Stromvergleich bzw. Stromanbieterwechsel zu beschäftigen.

Achten Sie auf die Voreinstellungen der Tarifrechner beim Stromvergleich

Ob Vorkasse, Kaution oder Bonuszahlung – bei einigen Vergleichsportalen sind diese bereits für die Suche “voreingestellt”. Wenn Sie solche Verträge aus den oben genannten Gründen ausschließen möchten, deaktivieren Sie einfach diese Voreinstellungen beim Stromvergleich.

Es ist wichtig beim Stromvergleich auf Details zu achten, auf dem Bild sieht man eine sehr stimmungsvolle Fotografie einer Steckdose

Achten Sie auf Details bei Preisgarantien beim Stromvergleich

Bei gewährten Preisgarantien achten Sie möglichst auf die Details. Denn in den meisten Fällen werden „politische“ Preiserhöhungen, die beispielsweise aus erhöhten Steuern resultieren von der Preisgarantie ausgeschlossen. Weil aber Preisgarantien den Tarif in der Regel teurer machen, müssen Sie sich fragen, was Ihnen eine solche Deckelung der Preise Wert ist.

Öko-Stromvergleich: Suchen Sie nach seriösen Testurteilen

Wenn Ihnen Ökostrom wichtig ist, sollten Sie wissen, dass Ökostromanbieter verschiedene Umweltbilanzen haben. Manche Anbieter “ziehen” ihren Ökostrom aus dem Gesamtmix und bieten ihn dann isoliert an. Der Gesamtmix – das traditionelle Angebot des Anbieters – verliert dann seinen ursprünglichen Anteil an Ökostrom, während der Anbieter kein bisschen mehr Ökostrom produziert und keine neuen Impulse für Umweltfreundliche Anlagen gesetzt werden. Daher sollten Sie seriöse Testurteile zur Ökobilanz Ihres Anbieters heranziehen. Ein guter Startpunkt sind die Ökostrom-Tests von

Achten Sie auf das Strom-Label

Falls Sie sich für Ökostrom entscheiden, achten Sie darauf, dass er zumindest mit einem der folgenden etablierten Label gekennzeichnet ist:

  • Grüner Strom-Label
  • OK Power Label
  • RECS Zertifikat
  • TÜV Nord
  • TÜV Rheinland
  • TÜV Süd

Wenn Strom mehr sein soll als nur öko

Wenn Sie noch einen Schritt weiter gehen wollen und ihr Geld dorthin senden, wo es nicht nur Ökostrom kauft sondern auch dafür sorgt, dass Ökostrom langsam aber sicher konventionellen Strom ablöst, setzen Sie am besten auf unabhängige Anbieter. Das bedeutet, dass diese über eigene Anlagen bzw. von der Atomindustrie unabhängige Lieferkraftwerke verfügen, Sie transparent darüber informieren, wo genau Ihr Strom herkommt und bestenfalls auch in den Neubau regionaler Anlagen investieren. Bei manchen dieser Anbieter haben Sie zudem die Wahl, bewusst etwas mehr Geld für Ihren Strom zu bezahlen und dadurch den schnelleren Ausbau eines Ökostromnetzes zu fördern. Aber keine Angst: dieser höhere Tarif ist kein Muss. Zudem ist Ökostrom oft auch billiger als Sie denken: die Preise dafür liegen manchmal sogar unter denen des lokalen Grundversorgers, also des Anbieters, den Sie automatisch zugeteilt bekommen, wenn sonst kein Anbieter für Sie zuständig ist.

Wie ist das mit dem Grundversorger – wann kann man da wechseln?

Wenn Sie umziehen und Ihr jetziger Stromanbieter nicht an Ihren neuen Wohnort liefert, stehen Sie vor der Wahl: entweder werden Sie automatisch Kunde des lokalen Grundversorgers oder Sie suchen sich einen ganz anderen, neuen Anbieter. Grundversorger gibt es überall; in der Regel sind es die Stadtwerke. So wird sichergestellt, dass jeder Strom beziehen kann, auch wenn er sich gar nicht groß darum kümmert. Die Tarife der Grundversorger sind manchmal nicht die besten (aber nicht immer – machen Sie also auf jeden Fall einen Vergleich!). Ein großer Vorteil der Grundversorger gegenüber anderen Anbietern liegt in der kurzen Kündigungsfrist: sie ist gesetzlich auf vier Wochen festgelegt. Falls Sie also im Umzugstrubel vergessen haben, sich um einen neuen Stromanbieter zu kümmern, können Sie das jederzeit recht kurzfristig nachholen.

Achten Sie auf die Vertragslaufzeit

Leider hat nur der Grundversorger eine so kurze Kündigungsfrist und damit eine überschaubare Vertragslaufzeit. Die Laufzeit aller anderen Anbieter variiert. Hier muss man sagen: je kürzer die Vertragslaufzeit, desto besser. Achten Sie auch darauf, um welchen Zeitraum der Vertrag sich nach der Erstvertragslaufzeit verlängert. Machen Sie sich am besten eine Notiz in den Kalender, bei etwa vier Wochen vor dem Datum, an dem Sie spätestens kündigen müssten. So verpassen Sie dieses Datum nicht und können rechtzeitig recherchieren und überlegen, ob ein Wechsel angebracht wäre.

Was ist rechtlich zu beachten?

Bei einem Umzug können Sie den Stromanbieter nicht automatisch wechseln: liefert Ihr jetziger Anbieter auch an den neuen Ort, müssen Sie ihn bis zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit behalten. Ein Sonderkündigungsrecht haben Sie nur, wenn sich die Preise erhöhen. Das kann passieren, wenn Ihr Anbieter Sie an Ihrem neuen Wohnort nur mit einem teureren als dem bisherigen Tarif beliefern kann, oder wenn er seine Preise allgemein erhöht. Wenn Sie das Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen wollen, müssen Sie sich jedoch beeilen: oft bleibt Ihnen nur zwei Wochen Zeit für Kündigung und Anbieterwechsel. Normalerweise kündigt Ihr neuer Anbieter bei dem alten; in einem so kurzfristigen Fall jedoch sollten Sie es lieber selbst tun, um sicherzugehen, dass Ihre Kündigung rechtzeitig eingeht. Schicken Sie Ihre Kündigung per Einschreiben – so haben Sie einen Beweis in der Hand, dass Sie es abgeschickt haben. Ansonsten gilt immer und überall: lesen Sie alle Verträge aufmerksam durch und unterschreiben Sie nur, was Sie auch verstehen und womit Sie einverstanden sind. Zudem sollten Sie sich alle Belege bzw. Kopien sorgfältig aufheben, um im Falle eines Rechtsstreits Beweise zu haben.

Diese finanziellen Vorteile können Sie beim Wechsel erzielen

Je nach Verbrauch sparen Sie ein wenig bis richtig viel. Die genauen Ersparnisse variieren zwar, je nachdem, aus welchem Tarif Sie kommen und wie viel Strom genau Sie verbrauchen, aber mit unserem Vergleichsrechner können Sie Ihren ganz speziellen Fall schnell überprüfen. Hier ein paar Zahlen als Anhaltspunkt:

  • Ein Einpersonenhaushalt spart bis zu 190 € im Jahr
  • Ein Zweipersonenhaushalt bis zu 280 € im Jahr
  • Ein Dreipersonenhaushalt bis zu 320 € im Jahr
  • Ein Vierpersonenhaushalt bis zu 370 € im Jahr

Strompakete: Nur selten geeignet

Immer häufiger werden so genannte Strompakete angeboten. Das sind feste Strommengen, die man als Verbraucher für einen bestimmten Zeitraum, meist ein Jahr, kauft. Nutzt man nun nicht die gesamte Strommenge innerhalb des Zeitraumes, verfällt der ungenutzte Teil des Strompakets in der Regel. Wenn Sie andererseits mehr Strom verbrauchen, müssen Sie diesen oftmals teuer nachordern. Fazit: Strompakete eignen sich nur für Verbraucher, die Ihren Stromverbrauch sehr genau kennen und über die Zeit stabil halten.

Keine Angst vor einem Stromausfall nach dem Wechsel

Die weit verbreitete Furcht, dass in der Wohnung plötzlich das Licht ausgeht, falls beim Anbieterwechsel etwas schiefgeht, ist unbegründet. Strom wird zentral eingespeist. Durch den Anbieterwechsel ändert sich lediglich der rechnerische Anteil Ihres Anbieters an der Gesamteinspeisung. Sie selbst merken vom Wechsel nichts! Der Anbieterwechsel nach einem Stromvergleich ist für Sie definitiv nicht gefährlich.

Zu guter Letzt auch durch den Verbrauch sparen

Bei all diesen Möglichkeiten zum Sparen sollten Sie eine ganz simple nicht vergessen: Ihr eigenes Verhalten, wenn es um Strom geht. Neben dem Wechsel zu einem preiswerteren Stromanbieter können Sie natürlich auch an Strom selbst sparen. Achten Sie beim Kauf von neuen Geräten auf deren Energieeffizienzklasse und nehmen Sie Geräte auch mal vom Netz, wenn Sie sie nicht nutzen statt sie im Standy-By-Modus unnötig Energie schlucken zu lassen. Ein alter Rat – aber immer noch gültig!

Videos zum Thema Stromvergleich und Strom sparen

Weitere Infos zum Stromvergleich

  • Sie möchten Ihren Stromvergleich lieber offline erledigen? Dann können Sie sich an die Energieberatung der Verbraucherzentralen wenden und sich dort eingehend informieren.
  • Die Stiftung Warentest hat überdies einen Test zum Thema Stromtarifrechner durchgeführt. Hier schneiden die großen Portale mittelmäßig ab. Kleinere Portale, die allerdings keinen Onlinevergleich bieten bzw. für ihre Leistung 45 Euro verlangen, werden von den Testern besser bewertet. Diese Empfehlung erschließt sich uns nicht, denn wenn man die oben aufgeführten Tipps anwendet, hat man von den großen Portalen kaum Nachteile zu befürchten (z.B. Voreinstellungen, Bonuszahlungen-Problematik) und kommt online und kostenlos zu sehr guten Vergleichsergebnissen. Insbesondere gilt dies natürlich, wenn man den Service von VergleichenBitte.de nutzt und mehrere Portale nacheinander abfragt. Besser geht es unserer Ansicht nach nicht.

Haben Sie noch einen Tipp zum Stromvergleich?

 

5 Nutzer-Tipps zum Stromvergleich

  • Sehr viel zu lesen hier! Aber ich bin dankbar für die vielen Tipps. Ich habe jetzt einen Vergleich gemacht und kann mit dem neuen Stromanbieter 80 Euro im Jahr sparen.

  • Ich bin damals mit teldafax auf die Nase gefallen. Trotzdem ist Strom bei meinem lokalen Anbieter inzwischen so teuer, dass ich wieder wechseln möchte. Dabei werde ich die Tipps hier beherzigen. Das kann ich allen aus eigener Erfahrung nur empfehlen.

  • Das ist die beste Tipp-Liste zum Thema Stromvergleich, die ich googeln konnte. Auf den “Mehrfachvergleich” weist einen ja sonst keiner hin.

  • Danke euch für die Tipps! Ich habe früher schon mal meinen Stromanbieter gewechselt, aber ich habe dabei nur ein Portal zum Vergleich genutzt. Jetzt weiss ich es besser, dank euch! Also habe ich meinen alten Tarif nochmal geprüft und bei allen drei Portalen, die ihr oben angegeben habt, den Vergleich gemacht. Und ich spare ab jetzt mehr als 150 Euro pro Jahr. Genial, danke!!

  • Danke für die Tipps – ich kannte die Problemetik mit den Ökotarifen bisher nicht.